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Otto Jungmairvon 1889 bis 1974 |

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Otto Jungmair wurde als Mundartdichter und durch seine zahlreichen Abandlungen über Adalbert Stifter und seine Werke bekannt.
Als Sohn des gräflichen Oberförsters Franz Jungmair, wurde Otto Jungmair am 6. April 1889 in Molln im alten Forstamt geboren.
Seine Kindheit verbrachte der oberösterreichische Heimatdichter im Elternhaus, wo er schon als Volkschüler damals erschiene Mundartbände mit großem Eifer las. In Steyr besuchte er später das Gymnasium und war nach der Matura dort neun Jahre als Bankbeamter tätig. Nach seiner Heirat übersiedelte Otto Jungmair nach Linz, wo in dieser Zeit, in den Dreißigerjahren jedoch Not und Arbeitslosigkeit herrschte. Im Jahre 1943 traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag, beide erwachsenen Kinder starben innerhalb einer Woche, die Tochter bei einem Verkehrsunfall und er Sohn wurde Opfer des Krieges. Seinen Schmerz darüber hat der Mundartdichter schriftlich festgehalten:
Dös häst net toan solln, Himmövada-
Was brichst in Mai schan s junge Lebm
Und hast eahn wiar a guata Vada
Do so vül Gabm furs Lebm mitgebm! |
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Nach dem Krieg schrieb Otto Jungmair nicht nur neue Gedichte, sondern begann auch seine Werke zu sammeln und zu ordnen, so als wollte er dadurch auch wieder Ordnung in sein schicksalsreiches Leben bekommen. Aus dieser Zeit stammen folgende Dichtungen:
- „Stoan und Stern“, Gedichte, 1953
- „Legenden in oberösterreichischer Mundart“, 1959
- „Wunden und Wunder“, Gedichte, 1963
- „Allerhand Kreuzköpf aus’n Landl“, Gedichte, 1969
- „Wörterbuch der oberösterreichischen Mundart“, Otto Jungmair / Albrecht Etz, 1978
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Daneben war er auch für die Stifter Forschung tätig und verfasste eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten. Von den zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen, die nun folgten (Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst u.a.) freute er sich am meisten über die Verleihung der Ehrenbürgerschaft durch die Heimatgemeinde Molln im Jahre 1969.
Am 4. Oktober 1974 verstarb der großartige Mundartdichter nach langem Leiden in Linz und folgte so seiner Frau nach. Um einen neuen Zugang zum Werk des Dichters zu ermöglichen wurde 1994 ein Sammelband seiner Werke „Gereimte Ungereimtheiten“ veröffentlicht.
Persönliche Erinnerungsgegenstände und ein Überblick über das Werk von Otto Jungmair werden im Museum im Dorf in Molln ausgestellt. Außerdem wird dort immer wieder aus seinen Werken gelesen. |
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Weitere Werke:
Mundartgedichte:
- "Dhoamatmeß“ (Ein Messelied in Mundart – vertont für den Gemeindechor), 1936
- "Das Spiel vom Helmbrecht-Moar", 1959
- "Unta da Lind’n", Gedichte von Walther v.d. Vogelweide in oö. Mundart, 1964
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Sonderbriefmarken mit Jungmair-Motiven:
Personalisierte Briefmarken in Kleinauflage (je 300 Stück) des Briefmarken- und Ansichtskartensammlervereins BASV Molln anläßlich der Neuauflage "Ausgewählte Gedichte" von Otto Jungmair nach Marken-Entwürfen von unserem Museumsmitarbeiter und BASV-Obmann Hans-Georg Pucalka
Die Marken sind erhältlich beim BASV Molln (c/o H-G.Pucalka, Im Gstadt 2, 4591 Molln, Tel. 07584/3452) sowie in der Postfiliale Molln. |
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